Diese Weiterbildung bildet das Curriculum der DGfS (Deutsche Gesellschaft für Systemaufstellungen) ab und vermittelt Wissen, Kompetenzen und Methoden in den Bereichen „Grundlagen der Aufstellungsarbeit“, „Haltung und ethische Hintergründe“, „Methodische Vorgehensweise“, „Praxis im Gruppensetting“, „Praxis im Einzelsetting“, „Möglichkeiten und Grenzen der Aufstellungsarbeit“, „Supervision und Selbsterfahrung“. Diese Weiterbildung basiert überwiegend auf praktischem Unterricht, Übungen und Reflexion. Relevante Theorien und Modelle werden in Kurzvorträgen, über Literatur sowie durch Teilnehmer*innenreferate vermittelt.
Folgende Inhalte werden durchgehend in jedem Modul vermittelt:
phänomenologische Haltung; Hypothesenbildung; direktive/non-direktive Leitung; Stellvertreterwahrnehmung, Spürbewusstsein; Verschiedene Interventionen, Rituale, Lösungssätze. Innere Qualitäten, wie Achtung, Ernsthaftigkeit, Furchtlosigkeit, Absichtslosigkeit, Demut; Schulung von Sammlung, Wahrnehmung, Präsenz, Meditation.
Nachfolgende Inhalte bilden jeweils Schwerpunkte in einem Modul. Je nach Fragestellungen und Themen, die sich in den persönlichen Aufstellungsprozessen und Supervisionsfällen der Teilnehmenden zeigen, werden sie auch in anderen Modulen vermittelt und vertieft.
- Modul:
Geschichte der Aufstellungsarbeit und ihre Weiterentwicklung
Bedeutung der (unterbrochenen) Hinbewegung - Modul:
Genogramm
Arbeit mit Bodenankern im Einzelsetting
Klientengespräche und Anliegenklärung I - Modul:
Ordnungen und Grunddynamiken in der Familie
Ordnungen der Liebe nach Bert Hellinger
Theorie des Gewissens von Bert Hellinger - Modul:
Ordnungen und Grunddynamiken in Paarbeziehungen
Verstrickung, Verschiebung, Verwechselung - Modul:
Sicherheit im Aufstellungsraum
Bindungsdynamiken
Klientengespräche und Anliegenklärung II - Modul.
Praxismodul/Supervision Einzelsetting - Modul:
Ordnungen und Grunddynamiken in Organisationen
Organigramm, Auftragsklärung, Ethik
Struktur- und Erkundungsaufstellungen - Modul:
Aufstellungen aus der leeren Mitte
Bewegungen des Seins
Aufstellungen in der Imagination - Modul:
Traumadynamiken erkennen – achten – begleiten
Symptomaufstellungen
Ressourcen, Krisenintervention und -prävention
Kontraindikationen - Modul:
Experimentelle Aufstellungen
Standortbestimmung und Ausrichtung auf die eigene Arbeit als Aufstellende:r - Modul:
Praxismodul/Supervision Gruppensetting
Gruppendynamik
Sicherheit im Aufstellungsraum III - Modul:
Lose Enden, Ernte & Ausblick
Abschlusszeremonie
Die Weiterbildung erstreckt sich mit einem Gesamteumfang von 376 Unterrichtseinheiten über einen Zeitraum von zwei Jahren. In dieser Zeit nimmst du an insgesamt zwölf Präsenzmodulen teil.
Mindestens 5 Mal treffen sich die Teilnehmenden für einen ganzen Tag in selbstorganisierten Lerngruppen. Die Erfahrungen, Herausforderungen und Fragen aus diesen Treffen werden im Seminar gemeinsam aufgearbeitet.
Für eine Akkreditierung durch die DGfS sind zusätzlich sechs Hospitationstage erforderlich, von denen mindestens vier bei anderen, durch die DGfS anerkannten Weiterbildner:innen wahrgenomen werden müssen. Im Rahmen der Weiterbildung erkundest du in drei Aufstellungen deine eigenen Herkunfts- und Gegenwartssysteme und leitest mindestens 2 Aufstellungen eigenständig unter Supervision an.
Für die Ausstellung einer Teilnahmebescheinigung dürfen insgesamt maximal ein komplettes Modul oder fünf einzelne Präsenztage versäumt werden. Fehlzeiten müssen gegebenenfalls individuell und in Absprache mit der Weiterbildnerin nachgearbeitet werden.
Zusammensetzung der 376 Unterrichtseinheiten (1 UE = 45 Min)
288 UE Seminar in Präsenz, 40 UE Lerngruppe, 46 UE Hospitanz