Gestern war ich im Kino: Wackersdorf – der Film.

 

Ich möchte ihn euch ans Herz legen. Wenn man sich an die bayrische Mundart gewöhnt hat, entfaltet sich ein Stück deutsche Geschichte das nachdenklich und ganz bestimmt auch wütend macht, angesichts des politischen Irrsinns der sich mit der atomaren Wiederaufbereitungsanlage ohne Rücksicht für die Gesundheit von Mensch und Natur Bahn gebrochen hat. Neben den historisch verbrieften Fakten rund um die Baugenehmigung für das Kernkraftwerk, führt der Film eindrücklich vor Augen, was es bedeutet politisch Verantwortung zu übernehmen – ob als Landrat oder als mündiger Bürger. Der Film erinnert mich daran, dass ich tatsächlich selbst Expertin bin für die brennenden Fragen rund um den Hambacher Forst – auch wenn ich von Energie- und Volkswirtschaft keine Ahnung habe. Der gesunde Menschenverstand sagt uns, was richtig und was falsch ist. Und wenn wir tief in uns hineinhorchen, dann fühlen und wissen wir, dass es nicht richtig sein kann, riesige Urwaldbiotope abzuholzen und Menschen zu entwurzeln um dem Klimakiller Braunkohletagebau Platz zu machen.  Die Parolen, Gesänge und Filmbilder sind mir gestern richtig unter die Haut gefahren – auch weil sie den Bildern und Tönen im Hambacher Forst zum Verwechseln ähneln. Wie ist die Geschichte damals zu Ende gegangen? Meine Lesart nach dem Film ist folgende: Nicht einmal die schreckliche Katastrophe von Tschernobyll hat die Politiker zur Vernunft gebracht. Sie leugneten die radioaktive Gefahr mit aberwitzigsten Lügen. Zwei Jahre nach Tschernobyll verzeichnete die Widerstandsbewegung dann doch einen Sieg – die WAA wurde nicht gebaut. Das Projekt wurde dem privatwirtschaftlichen Betreiber zu langwierig und zu teuer.

 

Anbieterwechsel ist ein starkes Argument in der Auseinandersetzung mit RWE.

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