Viele von uns wurden in den vergangenen Monaten in Zwangspausen geschickt. Für manche eine unerwartete, willkommene Ruhephase, für einige ein Full Stop mit schlimmen finanziellen, sozialen und seelischen Folgen. Für mich persönlich war es weder das eine noch das andere. Ich habe intensiv und viel gearbeitet und war dabei jeden Tag dankbar für meinen Beruf und die Gaben die ich zur Unterstützung anbieten konnte. Nun freue ich mich auf eine Zeit der Einkehr und Erholung. Ich freue mich darauf von den Möwen geweckt zu werden und vom Meeresrauschen in den Schlaf gemurmelt zu werden. Ich freue mich darauf, mir Zeit zu nehmen, um zu verdauen, zu begreifen und mich neu auszurichten und zu öffnen. Mir ist vollkommen bewusst, dass auch diese Freiheit eine Gunst ist, für die ich dankbar bin. Ich bin nicht unbeteiligt, habe viel für diese Lebensweise getan und mich an einigen wichtigen und schwierigen Stellen bewusst für sie entschieden. Doch es ist unbestreitbar, dass ich nicht da wäre wo ich bin, wenn es nicht Menschen gegeben hätte, die mich unterstützt, gelehrt, ermutigt haben. Doch mindestens ebenso wichtig waren die Menschen, die mich gebremst, enttäuscht und provoziert haben. Wenn auch nicht von ihnen so habe ich durch sie gelernt und Kraft für meinen Weg gefunden. Mögen sie alle, die mir nahen und lieben und die mir fremden und schwierigen Menschen und mögen alle, von denen ich nicht ahne, wie sie zu meinem Lebensweg beigetragen haben in Frieden und Zufriedenheit sein.