MBSR Atembetrachtung

Unsere Aufmerksamkeit hat die Angewohnheit oft in Vergangenheit und Zukunft abzuschweifen. Unaufhörliches Denken ist eine Geschäftigkeit des Geistes, die auch den Körper in Unruhe versetzt, Anspannung kreiert und verhindert, dass wir uns tief und nachhaltig erholen.
Um aus dem Gedankenkarussell auszusteigen ist es hilfreich, die Aufmerksamkeit auf die Gegenwart zu richten. Der Atem ist dafür ein guter Anker – denn die Atemerfahrung, das Steigen und Sinken der Bauchdecke, die Temperaturempfindung der Atemluft, das Ausdehnen und Zusammenziehen sind Erfahrungen, die nur hier und jetzt erlebt werden können. Mit regelmäßigem Üben verbessert sich unsere Konzentrationsfähigkeit und wir können entspannter im Augenblick verweilen ohne dass uns Gedanken forttragen. Der Atem ist auch in anderer Hinsicht ein guter Lehrer für Gelassenheit. Zum Bespiel kommt und geht er, ohne dass wir etwas tun müssen. In der Atembetrachtung können wir uns üben empfänglich zu sein, loszulassen und die Dinge zu wahrzunehmen wie sie sind, ohne einzugreifen. Proberen Sie es aus.

Meditationserfahrungen können in vielerlei Hinsicht intensiv und irritierend sein. In gewisser Weise ist das ja auch erwünscht und ein Zeichen dafür, dass wir uns aus automatisierten Mustern lösen. Gegebenenfalls sollten Sie sich jedoch durch kompetente Lehrer oder Therapeuten unterstützen lassen.